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17 Januar 2010

Fast Forward Tour

Ein neues Jahrzehnt, das jetzt auch schon wieder fast einen Monat alt ist - Zeit, in Form zu kommen! *mit-den-Fingern-knacks* Für die nächsten zehn Jahre habe ich mir unter anderem vorgenommen, mir ein weiter-winkliges Objektiv und eine zweite Nikon-Kamera anzuschaffen (nachdem ich meinen Canon-Ramsch endlich verkauft und mir davon wohlverdiente Ferien in Japan bezahlt habe).

Goodbye Fairbanks spielen live in Luzern in der Schüür

Erst mal ist da Marktforschung zu den Themen Glas und Klickdings angesagt. Also lieh ich von meinem Freund Bruce eine D700 und das 17-35mm f/2.8 aus. Auf dem erwähnten Trip in den Osten hatte ich schon rausgefunden, dass Bruce seine Kamera anders einstellt als ich - er ist die Sorte Knipser, der den Autofokus auf dem A/F-Knopf programmiert und den Weissabgleich vor dem Abdrücken richtig hinbekommt (sprich: Er schiesst .jpg). Auf das war ich also gefasst.

Fuzzy Index quasi als Vorband von Goodbye Fairbanks  - live auch nicht zu unterschätzen!

Aber ich muss schon zugeben, dass es eine Weile dauert, bevor man sich an eine Kamera gewöhnt. Verglichen mit der D700 war meine alte Canon 20D ja sehr viel schlechter, aber ich kam besser damit zurecht; einfach, weil ich daran gewöhnt war.



Das Objektiv macht supercoole, beinahe verzerrte Weitwinkelaufnahmen (wie man das bei einem 17mm auch erwarten würde), aber für die Bühne der Schüür war das schon fast zu weit. Natürlich verleitet mich das Ganze jetzt dazu zu sagen, dass ich eine zweite D3 mit dem 35-70mm f/2.8 kaufen will, aber da kann ich mein Bankkonto schon schreien hören wenn ich nur dran denke. Hat jemand vielleicht 8000 Franken übrig für mich?

Goodbye Fairbanks bei ihrem live-Konzert in Luzern

PS: Die Bands waren geil!!!

24 Oktober 2009

Shakra

"Everest" heisst ihre neueste Platte - und wenn man eine Band hat, die so erfolgreich ist wie Shakra das sind, dann wünscht man sich wohl auch, dass es sie ewig gibt.

Shakra live in der Schüür

Aber es soll ja auch so etwas geben wie ein Leben ausserhalb der Band, und darum ist Sänger Mark Fox jetzt auf seiner letzten Tour mit Shakra.

Rockkonzert mit Shakra: So brav geht's dort nicht immer zu und her

Ich hatte also Glück, die Jungs nochmal knipsen zu dürfen, bevor er die Band verlässt - wirklich schade drum, er und der Rest der Band schienen wirklich Spass zu haben da oben!

Vor-Band maxxwell hatten in der Schüür ein Heimspiel

Shakra suchen jetzt einen neuen Sänger - ich kann nur knipsen, singen ist nicht so die Stärke von mir ;-) Aber ich hoffe, dass sich einer von euch talentierten Rockröhren bei Shakra meldet! Keep metal alive in this country!

12 Oktober 2009

Leningrad Cowboys

Die Leningrad Cowboys: Spass-Rock live in der Schüür!

Auto des Tages war diesmal der Audi von meinem Bruder. Der war auch nötig, weil grad vorher noch Familienessen (das erste Raclette des Winters!) stattfand und es bis Luzern mit der etwas beschränkten Höchstgeschwindigkeit eines Smart doch etwas knapp geworden wäre.

Die Leningrad Cowboys (und ihre Haare)

So knapp nach 21 Uhr schaffte ich's dann zur Schüür, die schon zum Bersten voll war - ausverkauftes Haus, und das an einem Sonntag!

Ist das noch ein Konzert oder schon eine Kunstausstellung?

Draussen hatte ich noch ein paar Jungs mit seltsamem Haar Finnisch reden gehört und ihnen beim Herumposen vor schweren Motorrädern zugeguckt - allzu schnell würde die Show also nicht losgehen... Dem Publikum gefiel die Warterei auch nicht, einige von ihnen standen schon stundenlang. So ein Platz in den ersten paar Reihen will ja auch verdient sein!

Live-Blödel-Rock: Den Fans gefiel das Konzert!

Das war ein bisschen ein Problem, denn es hatte nur erste Reihen, aber keinen Graben. Und die Leute in den Reihen waren nicht so happy, wenn ich ihnen die Sicht versperre oder sie in mein Objektiv reinspringen (*ich* halte ja still beim Knipsen, das sind *die*, die in mich reinspringen... ;-) .

Die Leningrad Cowboys und ihre Schuhe. Und ihre Haare. Die man hier nicht sieht.

Der Abend ging also mehr in Richtung Nahkampf, aber dank dem lokalen Broncos Töff-Club fanden sich immer ein paar starke Arme, die mich auf die Bar hievten und dort festhielten. Dankeschön :-)

04 Oktober 2009

Heidi Happy

Heidi Happy spielt live auf ihrem Xylophon in der Schüür Luzern

Letzten Samstag traute ich mich zum zweiten Mal in meinem fotografischen Leben an ein Jazzkonzert. Mein erstes Experiment mit Jazz ist schon eine Weile her - und trotzdem mein Referenzpunkt. Ich hoffte, dass das Konzert an diesem Abend nicht so still sein würde: Der Auslöser meiner D3 macht einen grausamen Krach, wenn grad alle während einer Generalpause den Atem anhalten.

Heidi Happys Band

Diesmal machte ich mir allerdings keine allzu grossen Sorgen, da diesmal in der Schüür gejazzt wurde. Dort hatte ich zuletzt Anthrax geknipst...

Heidi Happy und Band spielen live in der Schüür in Luzern

Subjekt des Abends war Heidi Happys Tourabschluss. Ich frage mich, warum sie nicht schon in Berlin war um die Veröffentlichung des neuen Yello-Albums zu feiern, wo sie ebenfalls drauf zu hören ist (übrigens ein grossartiges Album - kaufen!!!). Vielleicht hat sie sich ja gleich nach der Afterparty in ein Flugzeug geschmissen, von Party zu Party quasi ;-)

Heidi Happy: Tolles Konzert!

Von Tourmüdigkeit merkte man weder bei ihr noch bei ihrer Band irgendwas. Auch wenn's ziemlich platt ist: Heidi war definitiv happy auf der Bühne!



Wenn alle Jazzkonzerte so toll wären wie ihre, dann müsste ich mich bald nach einer neuen Berufsbezeichnung umsehen. "Rockfotografin" allein reicht dann nicht mehr, dazu sehen die Jazzistas zu gut aus auf den Bildern!

25 Juni 2009

Anthrax

"BRUTAL!" - so weit der Kommentar eines Freundes, als ich ihm sagte, ich hätte ein DevilDriver / Anthrax-Konzert gesehen.

Rob Caggiano von Anthrax spielt live in der Schüür in Luzern

Brutal war's schon, von aussten tönte es, als würde bald das Dach wegfliegen. Drinnen war's auch brutal, nämlich brutal eng, brutal moshig, und brutal headbangig. Vielleicht wär's nicht mal so schlecht gewesen, wenn das Dach wirklich weggeflogen wäre, dann wär's nämlich nicht so heiss gewesen!

Sänger Dan Nelson während dem Anthrax-Konzert

Ausnahmsweise hatte es diesmal eine Absperrung vor der Bühne von der Breite von etwa 40 cm. Wohl weniger für die Fotografen als vielmehr dafür, dass die Headbanger in der ersten Reihe nicht gleich mit der Stirn auf die Bühne knallen. Wir waren also unerwartet nah dran.

Das ist toll, weil keine grossen blonden Headbanger mit Afro zwischen meine Kamera und die Band kommen (und es hat immer einen grossen blonden Headbanger mit Afro neben dem blonden übereifrigen Fan in der ersten Reihe, der die ganze Show mitknipst und dessen leuchtendes Kameradisplay meine Fotos ruiniert). Der Nachteil war halt, dass keiner damit gerechnet hatte, so nah dran zu sein und wir alle wohl ein bisschen lange Objektive hatten.

Rob Caggiano und Dan Nelson live während dem Anthrax-Konzert

Ich hatte wie immer D3 mit 70-200mm dabei (ich hätte die Nasenhaare vom Sänger einzeln porträtieren können) und die alte 20D mit dem 24-70mm. Bei der ärgerte ich mich mal wieder über den out-of-focus "Autofokus" (ein Trademark von Canon oder so).

Scott Ian und Rob Caggiano von Anthrax rocken, was die Nackenmuskeln hergeben

Es war aber hell genug auf der Bühne, und so klappte es doch ganz gut. Eine längere Galerie gibt's hier.

13 Juni 2009

Duff McKagan's Loaded

Nach ungefähr tausend Mails zwischen mir und der Ursi (danke!!) bekam ich am Tag des Konzerts dann die Bestätigung, dass es klappen würde mit dem Fotopass.

Duff McKagan, bekannt aus seiner Zeit bei Guns N' Roses, hier mit seiner neuen Band Loaded

Dass es heute länger dauern würde, war klar, drum kam ich gleich mit dem Auto und nicht mit dem Zug. Ich mietete einen Smart-for-two und war neugierig, wie sich so ein Ding fährt. Cool ist, dass man damit garantiert nie in was reinfährt. Wenn man sich umdreht um nach hinten zu schauen, sitzt man schon fast hinter dem Auto. Aber dieser Elefantenrollschuh hat eine Tiptronic-Gangschaltung. Halbautomatisch ist irgendwie nur mein Ding, wenn's um Waffen geht. Versuch mal, bei so einem Ding in den zweiten Gang zu schalten und den Knüppel nach *vorn* zu drücken. Ausserdem ist es ziemlich gewöhnungsbedürftig, ohne zu kuppeln den Gang zu wechseln. Fuss auf dem Gas drauflassen? Wegnehmen? Funktionierte irgendwie beides gleich gut. Was dann wieder cool ist: Das Auto stellt von selber den Motor ab, wenn man anhält. Spart Benzin. Wenn man aufs Gas drückt, ist er sofort wieder an. Schick! Wenn's jetzt noch ein Hyprid wäre, wär's schon fast kitschig.

Duff McKagan's Loaded live in der Schüür in Luzern

Man merkt vielleicht: Für jemanden, der nicht sehr viel von Autos versteht, hab' ich grad ziemlich viel darüber geschrieben. Kaufen würd ich sowas eh nicht, ich mag meine Kupplung!

Schreib ich doch lieber was über den Grund, warum ich das Auto gemietet habe: Duff McKagan's Loaded gaben sich in der Schüür zu Luzern die Ehre. Den Duff McKagan kennt man wahrscheinlich am ehesten aus seiner Zeit am Bass bei Guns N' Roses und Velvet Revolver.

Duff McKagan und seine Band Loaded bei ihrem einzigen Konzert in der Schweiz

Bei Loaded spielt er auch Gitarre und singt. Der Typ ist fast zwei Meter gross, der Mikroständer also grösser als der Roadie, der ihn aufstellte. Superschlank ist er auch, man bräuchte fast ein neues Filmformat für Leute wie ihn.

Duff sieht schon einiges besser aus als zu Guns N' Roses-Zeiten

Gut zu sehen war, dass es ihm gut zu gehen scheint und natürlich, dass er blond ist: Blond und Licht sind gut. Ausser wenn das blonde Haar einem übereifrigen Fan in der ersten Reihe gehört. Das reflektiert Licht nämlich auch sehr (zu) gut. Und es ist immer in der Schusslinie zum Musiker. In jedem Club, der keinen Fotograben hat, gibt es garantiert einen Superfan in der ersten Reihe, eigentlich schon halb auf der Bühne vor Aufregung, und der ist immer blond. Die Superwaffe gegen Fotografen, kann ich da nur sagen. Das und rote Scheinwerfer.

so Loaded ist Duff McKagan gar nicht!

Zum Glück war das mit dem roten Licht kein Problem in der Schüür. Auch wenn es ein eher kleiner Club ist, haben sie tolles Licht - sieht aus wie bei den Grossen. So kam ich viel zum Knipsen - ich brauchte fast fünf Stunden um alle Fotos zu editieren!

Die Galerie ist hier.

Duff McKagan begeisterte die Fans am Konzert in der Schüür in Luzern

Loaded sahen toll aus in dem Licht, und spielten genau, was die Fans hören wollten: Ein bisschen Guns N' Roses, ein paar Punkcovers und natürlich die Lieder von ihrem neuesten Album "Sick". Das Publikum war eingeladen, Wünsche anzubringen, mit der Bemerkung, sie würden keine Zugaben spielen, sie würden einfach spielen, bis ihnen keine Lieder mehr in den Sinn kämen.

Das Automieten lohnte sich daher also - zu Hause war ich erst gegen zwei Uhr morgens.



Auf dem Heimweg kam ich noch ein eine Polizeikontrolle (hey, das erste Mal in fast 10 Jahren autofahren!). Auf die Frage, ob ich Drogen oder Alkohol konsumiert hätte antwortete ich mit "nein", worauf sie mir eine gute Nacht wünschten. Ich sehe wohl wirklich so straight edge aus wie ich bin.

Danach fiel ich nur noch ins Bett, Bilder bearbeiten war erst heute morgen angesagt.

10 April 2009

Beatallica

Beatallica, das heisst Beatles und Metallica. Und dann noch beides zusammen und live.

Diesmal nicht mit dem Fahrrad vor Ort - da ist Luzern doch ein bisschen zu weit. Aber mit dem Zug gut erreichbar, was erst noch den Vorteil hat, dass ich gleich auf der Rückfahrt schon mit dem Bearbeiten anfangen konnte.

Beatallica bei ihrem Konzert in der Schüür in Luzern

Aber ich komme mal wieder vom eigentlichen Thema ab: Der Club in Luzern heisst "Schüür", also Scheune, und das ist genau das, was es mal war. Die Bühne ist gleich unterm Dach, die Atmosphäre sehr speziell. Interessanterweise ist die Scheune sehr gut lärmisoliert, so dass man draussen fast gar nichts hört und unten auch Salsa tanzen kann wenn oben gerockt wird.

Live-Konzert von Beatallica

Beatallica traten ohne Vorband an, also war ziemlich lange warten angesagt. Aber auf einen so tollen Mix zwischen zwei so tollen Bands (Beatles und Metallica eben) wartet man ja gern. Auch optisch! Sgt. Hetfield's Motorbreath Pub Band-Uniformen sind ziemlich weit oben auf der Coolness-Skala...